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Der Weg nach Malbork

Die Geschichte der Beziehungen zwischen den Kreuzrittern und Polen ist besonders deutlich in Großpolen, in seinem östlichen Teil, also in den Regionen Ląd, Konin und Kalisz, an der Grenze zwischen Großpolen und Kujawy zu sehen.

Seit der Herrschaft von Władysław Łokietek, als sich diese Beziehungen zugespitzt haben und was vor allem durch den Anschluß des Gdansk-Pommern im Jahre 1308 verursacht war, wurde östliches und südlich-östliches Großpolen zu einem Schlachtfeld zwischen Polen und dem Kreuzritterorden. Der Angriff des Kujawy-Fürsten Władysław auf den Ordensstaat hatte das zu Folge, dass im Sommer 1331 ein Kreuzritterfeldzug auf Konin und Kalisz aufbrachte.
Der zweite Feldzug der Ordensbrüder zog im Herbst dieses Jahres hinaus. Die Verspätung der tschechischen Truppen von dem tschechischen König Jan Luxemburg rettete das Königreich Polen vor noch grösseren Verlusten und Zerstörungen.

Während dieser beiden Feldzüge wurden mehrere Städte und Dörfer zerstört und niedergebrandt. Zerstört wurde die Kastellanburg in Spicymierz, niedergebrandt Städte Uniejow, Konin, Słupca, Pyzdry, Poznań, Pobiedziska, Gniezno, Żnin, verschonte man aber den Dom in Gniezno. Die Ordensbrüder haben viele Kirchen beraubt. In die Grenzen des Ordensstaates wurde ein Teil von Kujawy eingegliedert. Bei Pyzdry versuchten Kreuzritter den Königssohn Kazimierz gefangenzunehmen.

Der Versuch, das Gdańsk-Pommern und andere verlorene polnische Gebiete in den Gerichtsprozessen in den Jahren 1320 - 21 (Inowrocław-Prozeß) und 1399 (Warschauer-Prozeß) brachte keine Erfolge für die polnische Seite. Im Jahre 1339 während des Prozesses, der in vielen Städten verlief (u.a. Grzegorzew, Pyzdry, Uniejów) und der auch von der Urteilungsstelle (Johann-Kirche in Warschau) Warschauer Prozeß genannt wurde, sagten auch viele Ritter, Geistliche und Bürger (aus Slupca, Uniejow, Kalisz, Pobiedziska) und Mönche - darunter Zisterzienser aus Ląd und Franziskaner aus Pyzdry aus. Trotz des für Polen günstigen Urteils von dem päpstlichen Legat Galhard de Carceribus hat Polen keine konkrete territorialen oder politischen Nutzen aus diesem Prozeß gezogen.

Eine Beruhigung an der polnisch - Kreuzritter-Grenze brachte erst Kalisz-Frieden im Jahre 1343, genannt so von der Stelle, wo Garantie-Urkunden ausgestellt worden waren.

Das 675. Jubiläum des Angriffs der Kreuzritter auf Großpolen und der Schlacht bei Płowce war eine gute Gelegenheit sich mit der kulturellen Erbe des historischen Großpolens vertraut zu machen, und sich an die Ereignisse zu erinnern, als das Kriegsfeuer in der Umgebung von Konin tobte.

Trotz diplomatischer Bemühungen seitens Polens blieb das polnische Königreichs weiter von der Ostsee abgeschnitten, was in einem bedeutenden Maße die wirtschaftliche Entwicklung des Königreichs beschränkte.
In der friedlichen Gestaltung der Beziehungen zwischen Polen und den Kreuzritter in der 2. Hälfte des XIV. Jahrhunderts hatten die Zisterzienser aus Ląd große Verdienste. Die meisten von ihnen stammen von den Bürgern der Stadt Köln. Sie waren Untertanen der Großmeister, weil sie seit 1306 die Godziszew - Präpositur (genannt auch Kłodawa-Präpositur) bei Gniew, Pelplin und Tczew übernommen haben. Diese war bis zu dieser Zeit in den Händen von Benediktinern aus Mogilno (bei Gniezno). Die Brüder von diesem Konvent sehen wir unter den Zeugen des Warschauer Prozesses im Jahre 1339; im Jahre 1405 in dem Kloster wurde der Vorvetrag über den Erwerb der Neuen Marchie mit den Brüdern von der Osten aus Drzeń (heute Drezdenko an der Noteć) unterzeichnet.

Die polnisch - litauische Union in Krewa im Jahre 1385 war eine bedeutende Wende in der polnischen Außenpolitik. Die Expansion nach Ruthenien wurde so gut wie gestoppt und hat man den Versuch unternommen, Pommerellen militärisch zurückzugewinnen. Eine große Rolle in dieser Sache spielten hervorragende Bewohner von Großpolen, die aus Umgebung von Konin stammen. Es war vor allem Andrzej Laskarz, der ausgezeichnete Diplomat, der sich seit Anfang des XV. Jahrhunderts in diesen diplomatischen Bemühungen engagierte, der als Poznaner Bischof im Jahre 1426 starb. An seiner Seite im Kreis der polnischen Diplomatie standen auch der eng mit ihm verwandte Zawisza Czarny von Garbów, Janusz von Tuliszków, Kastellan von Kalisz, Paweł Włodkowic, Rektor der Krakauer Universität. Auf dem Schlachtfeld bei Grunwald am 15. Juli 1410 standen sowohl Zawisza Czarny als auch Janusz z Tuliszkowa, der für die Tapferkeit die Verwaltung von Danzig erhalten hat, und Marcin von Sławsk, von dem Jan Dlugosz als Anführer des Geschlechtsfähnleins der Familie Zaremba schrieb. Ein anderes Fähnlein führte Jarand von Brudzew (bei Koło).

So wie sich mit den Ereignissen des 1331 Jahres die Zisterzienserabtei in Ląd an der Wartha verbindet, so muß man auch die Ursprünge der Kirche in Gosławice mit der polnischen Diplomatie des Anfangs des XV. Jahrhundert verknüpfen, weil diese Kirche von dem Andrzej Laskarz, dem Poznaner Bischof und seinem Bruderssohn Jan von Licheń gestiftet wurde. Nach dem Tode von Anrzej Laskarz hat sein Neffe Jan von Licheń das Landsgut in Gosławice mit dem Schloß übernommen, der auch große Verdienste im diplomatischen Kampg gegen die Kreuzritter hatte. Die Kirche in Gosławice knüpft nach ihrem architektonischen Vorbild an die Mauritiuskirche in Konstanz (oder die Jungfrau-Maria-Kirche auf Trawniczek in Prag in Tschechien).

Laskarz nahm aktiv an dem Konzil in Konstanz teil (1415 - 1418), dann im Jahre 1420 weilte er in Wrocaw, wo der Kaiser Sigismund von Luxemburg in dem kreuzritter-polnischen Streit urteilte und im Jahre 1424 weilte er in Rom, wo in der Sache von Jan Falkenberg, eines Dominikaners, der Spottschrifte über den König Wladyslaw Jagiello schrieb, entschieden wurde. Gemeinsam mit ihm fuhr dorthin Jan von Liche, sein Neffe, der spätere Wojewoda Brzesko-Kujawski.

Eine nächste Episode aus der Geschichte der Beziehungen zwischen Polen und den Kreuzrittern war der Dreizehnjährigerkrieg (1454 - 66). In Koło, also in den Grenzen des historischen Kreises Konin, fand unter Führung von König Kazimierz Jagiellonczyk ein historisches Zusammentreffen des polnischen Adels mit den Vertretern des Verbunds der Preussischen Städte statt, das eine Vorentscheidung vor der Inkorporation dieses Landes in den polnischen Staat war. Während der Friedensverhandlungen in Toruń, die diesen Krieg beendeten, fielen entscheidende Beschlüsse zur Stiftung des Bernardinerklosters in Koło, das man als Friedenskirche bezeichnen kann.

Die letzten Jahre des XV. Jahrhunderts sind ein Zeitraum, in dem besonders aktiv auf politischem Gebiet der Starost (Landrat) von Konin, Ambrozy Pampowski (gest. 1510), war.
Er war auch Generalstarost von Großpolen und Starost von Malbork. Dank ihm wurden ehemalige Kreuzritterschlösser in Sobowidz und Skarszewy ausgebaut.

In den Jahren vor der Säkularisation des Kreuzritterordens und der Huldigung im Jahre 1525 weilten viele Ritter aus der Umgebung von Konin auf dem Hof des Großmaisters Albrecht von Hohenzollern. Unter ihnen kann man die Herren von Russocice und Rychwał nennen.
Aus Rychwał kam der Wojciech, der Enkel von Marcin von Sławsk, der vom polnischen König Sigismund dem Alten auf die Fürbitte des Großmaisters begnadigt wurde. Er war ein Raubritter und ihm drohte die Todesstrafe. Später wurde er jedoch sowieso verurteilt und hingerichtet, weil er sein Unwesen weiter trieb. Daran können wir uns während eines Aufenthalts in Rychwal erinnern, wo die Ruinen eines Schlosses erhalten geblieben sind.

Die Strecke "Der Weg nach Malbork“ zeigt eine der Strassen, auf der westeuropäische Ritter zu großen Feldzügen der Kreuzritter auf Litauen und Samogitien im XIV. und XV.Jahrhundert zogen. Diese Feldzüge wurden anlässlich der Weihnachten und Ostern organisiert. Präsentiert werden zwei wertvollste Denkmäler der polnischen Heraldik des Mittelalters (Kirche in Gosławice, Jakob-Kapelle in Ląd an der Wartha). Sie zeigt uns auch die mit den großpolnischen Rittern verbundene Orte, den Rittern, die aktiv und opferhaft gegen den Kreuzritterorden kämpften.

Verlauf der Strecke
I. Variante:
Wrocław - Leszno - Pępowo - Krotoszyn - Kalisz - Konin - Koło - Brdów - Toruń - Kłodawa - Godziszewo - Trąbki - Sobowidz - Skarszewy - Gdańsk - Malbork

Paulina Wojtyniak

Hospicjum