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Jesteś tutaj: Touristik - Kulturelle Routen - Wanderroute der fünf Märtyrerbrüder

Wanderroute der fünf Märtyrerbrüder

 Obraz przedstawiający Pieciu Braci MęczennikówDer Kult der fünf Märtyrerbrüder entwickelte sich am stärksten in Kazimierz Biskupi und von hier aus emanierte nach außen. Die Kazimierz-Spuren kann man an vielen Orten in Polen und in Europa finden. Die Ordensbrüder kamen nach Polen – dem Land des Prinzes Boleslaw Chrobry im Jahre 1001 oder 1002. Es waren die Benediktiner aus dem Kreis um den Heiligen Romuald aus Pereum – Jan und Benedikt. Zu ihnen sind 3 Slaven: Mathäus, Izaak und ihr  Diener Kristin beigetretten. Wahrscheinlich begleitete sie Barnaba, von dem man nur wenige Erwähnungen in den Quellen finden kann, und der nach der Tradition die Nacht vom 10. auf den 11. November 1003 überleben konnte.

Die Reliquien der ermordeten Eremiten, die ihre Mission unter den Slaven nicht erfüllen konnten, gerieten nach Ascoli (Italien), und nach dem Jahre 1008 nach Gniezno. Im Jahre 1038 brachte sie der tschechische Herzog Brzetysłav  als Kriegsbeute nach Prag mit.
Ihr Teil, die Reliquien des Heiligen Kristin, gelangten später nach Stara Boleslav, dann zur Benediktinenabtei in Sazawa, zum Dom in Olomouz (Tschechien). Sicherlich wurde ihr Teil Anfang des 12. Jahrhunderts zurück nach Polen gebracht. Einige Kleinteile wurden auch nach Zwiefalten (Deutschland) überreicht. Bereits im 12. Jahrhundert war der Kult in der Zistenzienserabtei in Ląd an der Wartha bekannt, die unweit von Kazimierz Biskupi gelegen ist. In den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts erhielt Jan Lubrański, Bischof aus Poznań das Erlaubnis von dem Papst, die Reliquien aus Tschechien nach Kazimierz Biskupi zu überführen. Unterwegs fiel er einer Krakheit und dem Tod zum Opfer, so daß die Reliqiuen erst im Jahre 1525 zum Zielort gelangten. Sie wurden in der Kirche des Bernardinenklosters, auch der fünf Märtyrerbrüder, gelegt.

Kościół św. Marcina w Kazimierzu Bisku[imUnsere Wanderung nach den Spuren der fünf Märtyrerbrüder beginnen wir in Kazimierz Biskupi, in der ältesten Kirche dieser Ortschaft, der Martinskirche. Sie wurde  um die Wende des 12. zum 13. Jahrhundert erbaut und die Tradition sagt, dass sie an der Stelle der Einsiedelei des Heiligen Mathäus entstanden war. In ihrem Inneren befand sich der Grab des Heiligen.

Charakteristisch für diese Kirche sind äußere behauerene Steine und auf ihnen aufgebrachte Steinmetzerzeichen. Ihre Entstehung ist nicht bekannt aber die Tradition verbindet sie mit den fünf Märtyrerbrüder und sieht in einem Zeichen das Wappen der Benediktiner aus dem Kreis des Heiligen Romuald. Das Zeichen bei dem Eingang in die Kirche ist wahrscheinlich mit der Kirchweihe verbunden. Die Martinskirche wurde dreimal umgebaut, zum ersten Mal Anfang des 16. Jahrhunderts durch Jan und Mikołaj Lubrański – damaligen Besitzer von Kazimierz Biskupi. Der nächste Umbau, nach der Stadtbrand im Jahre 1729 hat viele romanische und gotische Elemente vernichtet. Während der Renovierungsarbeiten 1970 – 1972 wurden die Reste des romanischen Portals aufgedeckt, die heute in der s[dlichen Wand zu sehen sind. Einzelne Etappen des Um- und Ausbaus kann man gut in der äußeren Mauer sehen. Die hiesige Bevölkerung glaubte, dass die Feldsteine, die sich in den Kirchenmauern befinden, von einer Kapelle stammen, die von den fünf Märtyrerbrüder persönlich gebaut wurde. Bei jeder Arbeit wurden sie dann mit großer Ehre in die Mauer eingebaut.

Drewniany kościół św. Izaaka w Kazimierzu BiskupimVon der Martinskirche führt unsere Route zur holzernen Kirche des Heiligen Izaak, die sich auf dem Friedhof befindet. Die wurde zum ersten Mal schon Mitte des 15. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. In jetziger Form wurde sie im Jahre 1783 gestaltet und seit dem 19. Jahrhundert wirkt sie als Friedhofskapelle. In der Kirche auf dem Altar sieht man das Gemälde mit dem Heiligen Izaak. In der Losośka-Straße, über die wir zum Zentrum von Kazimierz zurückkehren, ist eine Stelle gekennzeichnet, wo früher eine Kapelle stand und den Namen dieser Straße gab. Die Kapelle wurde während des II. Weltkrieges durch den Okkupanten abgerissen. Mit ihr ist eine Legende über einen Lachs verbunden, der angeblich in dem Brunnen lebt und jeden Tag nachwächst. Der Fisch diente den Märtyrerbrüder als tägliche Speise.

Die nächste Etappe auf unserer Rote ist das Bernardinenkloster in der Klosterstraße, heute der Sitz der Missionäre von der Heiligen Familie. Nach der Tradition wurde das Kloster an der Stelle der Einsiedelei und der Kapelle von Heiligen Jan erbaut. Hier sollten sich die Heiligen Brüder zu demeinsamen Gebet treffen. Der Stifter des Klosters, dessen Bau im Jahre 1513 begonnen hat, war der Poznaner Bischof Jan Lubrański, der früher gemeinsam mit seinem Bruder, Mikołaj Gardzina, dem Wojewode von Poznan,  das Gut Kazimierz von dem Lubus-Bischof Teodoryk gekauft hat.

Auf unserer Route müssen wir das Kamaldulenserkloster in Bieniszew besichtigen. Dorthin führen uns die Zeichen der schwarzen Wanderroute, die in der Klosterstraße ihren Angang hat. Nach Bieniszew können wir auch mit dem Auto fahren. Dann fahren wir Richtung Konin und nach etwa 1,5 km biegen wir rechts  in eine gut bezeichnete Waldstraße ein.
Die Verbindung zwischen dem Kamaldulenserorden und den fünf Märtyrerbrüder ist klar.
Gerade von dem Heiligen Romuald stammen unsere Helden, und er hat die neue Regeln nach der Reform des Benediktinenordens eigeführt, die bis heute bei den Brüdern in weißen Kutten gelten. Der Ordensname (ordo camaldulenses) stammt von der ersten Einsiedelei in Campo di Maldoli (eremo di Maldoli in Italien).

Es gab früher noch mehr Stellen, die mit dem Kult der fünf Märtyrerbrüder verbunden waren. Noch im Jahre 1791 stand die Kristinkapelle, die sicherlich Anfang des 14. Jahrhunderts gebaut wurde. Sie stand gleich neben Kazimierz Biskupi in der sog. Neustadt, die auch Krystynow genannt war. Unweit von dem Kurzyniec-See, an der alten Straße Kazimierz – Kleczew, stand die Benediktkapelle. Die wurde Anfang des 18. Jahrhundert abgerissen. Im Bieniszew-Wald war eine holzerne Kapelle – Oratorium des Heiligen Barnaba.

Sie bildete den Anfang des Kamaldulenserklosters, zu dem sie Ende des 17. Jahrhunderts inkorporiert wurde.

Oben beschriebene besichtigungswerte Orte sind Geschichte und Tradition, die seit tausend Jahren Koniner Land mit ganz Polen und mit Europa verbindet. Der Kult der fünf Märtyrerbrüder in Kazimierz Biskupi und seiner Umgebung strahlte auf Europa und Polen.
Man versuchte den Kult auch in anderen Orten wie Budzisław, Chwałkowo Kościelne, Obra, Pobiedziska (Großpolen), Miszewo Murowane, Rokitno, Lewiczyn (Mazowsze), in Podlasie, Kujawy und vor kutzem in Lubus-Land zu pflanzen.

Jerzy Łojko, Mariusz Lewandowski

Hospicjum